Zähneknirschen – medizinisch Bruxismus – kommt mit etwa 20 Prozent häufig in der Bevölkerung vor. Oft bleibt es lange unbemerkt, kann aber Zähne, Kiefergelenke und Muskulatur belasten und zu Kopf-, Nacken- oder Kieferschmerzen führen. Häufige Auslöser sind Stress, Schlafstörungen, Fehlkontakte im Biss und weitere Funktionsstörungen des Kauapparats.
Das Wichtigste zum Thema Zähneknirschen in Kürze:
- Bruxismus tritt häufig auf, aber nicht bei „jedem dritten Erwachsenen“, sondern eher bei etwa jeder fünften Person.
- Typische Folgen sind Zahnschäden, Verspannungen, Kieferbeschwerden und Kopf- oder Nackenschmerzen.
- Die zentrale Behandlung ist oft eine Aufbissschiene.
- Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt medizinisch notwendige Standard-Schienen, aber nicht jede Sonderform.
- Funktionsanalyse und Botulinumtoxin sind in der Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung meist nicht enthalten.