Wo finde ich Rat? Ein Wegweiser für Krebspatienten

Ratgeber Krebsversicherung - Wegweiser für Krebspatienten

Auf den Schock einer Krebsdiagnose folgen in der Regel Verzweiflung und Ratlosigkeit. Was soll ich jetzt tun? An wen kann ich mich mit meinen Fragen und Problemen wenden? Diese Fragen beantworten wir mit unserem Überblick zu den wichtigsten Beratungsstellen.

  1. Psychosoziale Beratungsstellen
    Als erste Anlaufstelle empfehlen sich psychosozialen Beratungsstellen, die es in zahlreichen deutschen Städten gibt. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums bietet eine Online-Suche an, die nach Eingabe der Postleitzahl und des gewünschten Radius entsprechende Angebote nennt: www.krebsinformationsdienst.de
  2. Selbsthilfegruppen
    Selbsthilfegruppen gibt es für verschiedenste Krebsarten und mit zahlreichen Ortsgruppen. Einen Überblick bietet die „Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen“, kurz NAKOS:
    www.nakos.de/adressen/datenbanksuche
    Der Verein Frauenselbsthilfe nach Krebs e. V. ist für an Krebs erkrankte Menschen – Frauen und Männer – und deren Angehörige ein geeigneter, nicht auf eine Krebsart festgelegter Ansprechpartner: Telefon: 0228 – 33 88 94 02 (Montag bis Donnerstag: 8.00–15.00 Uhr; Freitag: 9.00–12.00 Uhr)Frauenselbsthilfe nach Krebs – Bundesverband e. V.
    Thomas-Mann-Str. 40
    53111 Bonn
    www.frauenselbsthilfe.de
  3. Ärzte und Kliniken
    Mediziner und medizinische Institutionen, die auf Krebserkrankungen spezialisiert sind, stehen in aller Regel ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite. Das betrifft nicht nur im engeren Sinne medizinische, sondern auch sozialrechtliche Fragen. In Krankenhäusern kann man sich dafür auch an den Kliniksozialdienst wenden.
  4. Unabhängige Patientenberatung Deutschland
    Bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) erhalten Patienten grundsätzlich gesundheitliche und sozialrechtliche Unterstützung. Daher ist es auch eine erste Anlaufstelle für Krebspatienten.
    Telefon: 0800 – 0 11 77 22 (aus dem Festnetz kostenlos)
    www.patientenberatung.de
  5. Krankenkassen/Private Krankenversicherer
    Bei Fragen zu Kostenübernahmen und Behandlungsmöglichkeiten empfiehlt es sich, mit dem Krankenversicherer Kontakt aufzunehmen. Betroffene können über die örtliche Geschäftsstelle oder gegebenenfalls über eine zentrale Servicenummer, die meist auf der Versicherungskarte angegeben ist, Ihre Versicherung erreichen.
  6. Deutsche Krebshilfe
    Das Infonetz Krebs der Deutschen Krebshilfe gibt medizinischen und sozialrechtlichen Rat.  Bei finanzieller Not im Rahmen einer Krebserkrankung kann Unterstützung aus einem Härtefonds der Deutschen Krebshilfe beantragt werden:
    Telefon des Infonetzes Krebs: 0800 – 80708877 (Montag bis Freitag: 8–17 Uhr)
    Telefon des Härtefonds: 0228 – 7 29 90 94
    www.krebshilfe.de
  7. Bundesministerien
    Ebenfalls sozialrechtlich beratend sind die Bundesministerien für Gesundheit (BMG) und für Arbeit und Soziales (BMAS) tätig.
    Telefon des BMG: 030 – 340 60 66-01 (bei Fragen zur Pflegeversicherung: Durchwahl -02; Montag bis Donnerstag: 8–18 Uhr; Freitag: 8–12 Uhr)
    www.bmg.bund.de
    Telefon des BMAS für Fragen zur Rente (auch Witwenrente und Erwerbsminderungsrente): 030 – 221 911-001
    Telefon des BMAS für Fragen zum Arbeitsrecht: 030 – 221 911-004
    Telefon des BMAS für Fragen bei Behinderungen: 030 – 221 911-006
    (Montag bis Freitag: 8–20 Uhr)
    www.bmas.bund.de
  8. Reha-Servicestelle
    Bei Fragen zur beruflichen oder medizinischen Rehabilitation können Krebspatienten sich an die gemeinsamen Reha-Servicestellen wenden, die von den Krankenkassen, der Rentenversicherung, der Arbeitsagentur und weiteren Institutionen betrieben werden. Die jeweils zuständige Servicestelle findet man auf der Seite www.reha-servicestellen.de.