Krebs – Von der Diagnose bis zur Heilung

Ratgeber Krebsversicherung - von der Diagnose bis zur Heilung

Welche Stationen durchlaufen Krebspatienten vom ersten Verdacht bis zur Heilung und Nachsorge? Aufgrund der vielen unterschiedlichen Krebsarten unterscheiden sich die Wege, die Erkrankte durch das medizinische Versorgungssystem nehmen.

Auch wenn in den letzten Jahren und Jahrzehnten große Fortschritte in der Krebsmedizin verzeichnet wurden: Noch immer stellt eine Krebsdiagnose für die meisten Betroffenen einen Schock dar und teilt das Leben in ein Davor und ein Danach. In dieser Situation herrschen Verunsicherung und Ungewissheit darüber, wie es nun weitergeht.

Da jeder Krebsfall einzigartig ist, gestaltet sich auch die Behandlung individuell. Dennoch gibt es natürlich Standardverfahren und -prozesse, die beispielsweise das „Leitlinienprogramm Onkologie“ zusammenfasst. Aktuell sind 16 Patientenleitlinien abrufbar, von Bauchspeicheldrüsen- bis Speiseröhrenkrebs. Die üblichen Stationen werden hier erläutert.

Früherkennung Krebserkrankung

Günstigenfalls wird eine Krebserkrankung schon im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt, denn eine frühe Diagnose steigert die Heilungschancen. Die Inanspruchnahme entsprechender Früherkennungsangebote ist also zu empfehlen. Von den gesetzlichen Krankenkassen werden Check-ups beispielsweise für Brust-, Haut-, Darm- und Prostatakrebs erstattet (alters- und teilweise geschlechtsabhängig). Weitere Früherkennungs-Untersuchungen müssen die Patienten privat bezahlen, wenn sie nicht mit einer entsprechenden Versicherung vorgesorgt haben.

Erste Symptome Krebs

Weitaus häufiger als bei Früherkennungs-Untersuchungen macht sich eine Krebserkrankung durch Auffälligkeiten oder Beschwerden bemerkbar. Das können etwa Hautveränderungen sein, neues Gewebe bzw. Knötchen beispielsweise in der Brust, Blut im Stuhl oder Urin oder auch unerklärliche Schmerzen. In solchen Fällen sollte schnellstmöglich ärztlicher Rat eingeholt werden.

Untersuchung Hausarzt

Der erste Weg zur Abklärung auffälliger Symptome führt in der Regel zum Hausarzt oder manchmal auch zum Facharzt. Nicht selten entpuppt sich die Ursache dann als harmlos. Sollte das jedoch nicht der Fall sein, wird der Arzt weitere Untersuchungen veranlassen und gegebenenfalls Gewebe-, Blut- oder Stuhl-/Urinproben analysieren lassen. Ist der Befund weiterhin besorgniserregend, erfolgt die Überweisung an einen Krebsmediziner oder eine entsprechende klinische Abteilung.

Untersuchung Facharzt

Nachdem die Krebsdiagnose sich erhärtet hat, kommen Spezialisten zum Zuge, ob niedergelassen oder in einem Krankenhaus. Oft arbeiten hier verschiedene Disziplinen Hand in Hand; so sind an der Behandlung von Brustkrebs bei Frauen häufig Gynäkologen, Onkologen, Hämatologen, Pathologen, Radiologen und gegebenenfalls auch plastische Chirurgen beteiligt. Sie konkretisieren die Diagnose, legen die geeigneten Behandlungsschritte fest und führen diese durch, wobei häufig Hightech-Verfahren wie MRT oder CT zum Einsatz kommen.

Ambulante Behandlung

Nicht immer ist bei einer Krebserkrankung ein Klinikaufenthalt erforderlich. Je nach Stadium der Erkrankung kann eine Chemotherapie oder Bestrahlung auch ambulant erfolgen, ebenso kleinere operative Eingriffe wie beispielsweise die Entfernung von Basaliomen aus der Haut. 
Auch wenn das ambulante Versorgungsniveau in Deutschland allgemein gut ist, gibt es für gesetzlich Versicherte einige Einschränkungen. Um mehr fachärztliche Expertise bei Diagnose und Therapie sowie neueste Spitzenmedizin in Anspruch nehmen zu können, empfiehlt sich daher eine Absicherungslösung wie der Advigon.Krebs-SCHUTZ Ambulant. Die Versicherung verschafft auch Kassenpatienten einen echten Privatpatientenstatus bei ambulanten Behandlungen, mit allen Privilegien.

Stationäre Behandlung

Im Durchschnitt müssen Krebspatienten 2,5 Klinikaufenthalte absolvieren, zu OPs, Chemo- oder Bestrahlungstherapien und zur Reha. Tendenziell mehr sind es bei Harnblasen-, Kehlkopf-, Speiseröhren-, Mund- und-Rachen- sowie Schilddrüsenkrebs. Wichtig bei der Auswahl der Klinik ist deren Kompetenz für die jeweilige Krebsart – im Zweifelsfall sollte lieber ein weiterer Weg in Kauf genommen werden.
Auch für die Krebsbehandlung im Krankenhaus können sich Kassenpatienten die mit einem Privatpatientenstatus verbundenen Privilegien sichern: mit dem Advigon.Krebs-SCHUTZ Stationär. Die Vorsorgepolice verschafft im Fall der Fälle Zugang zu den besten Spezialisten und zu innovativen Verfahren.

Psychische Unterstützung

Eine Krebserkrankung stellt nicht nur eine körperliche, sondern meist auch eine enorme psychische Belastung dar. Wie man geistig-seelisch am besten mit der Situation umgeht, können Patienten im Rahmen einer psychologischen bzw. psychotherapeutischen Betreuung erlernen. Diese ist natürlich umso wichtiger, wenn die Diagnose „nicht heilbar“ lautet. Für Krebskranke gibt es eine Vielzahl von Beratungs- und Anlaufstellen, bei denen sie Hilfe erhalten. Regionale Einrichtungen lassen sich beispielsweise beim Krebsinformationsdienst recherchieren.
Ebenso wichtig kann es sein, sich eine Auszeit zu nehmen oder der Familie etwas Besonderes zu ermöglichen. Hierbei unterstützt beispielsweise das Advigon.Krebs-SCHUTZ Diagnosegeld, das bei einer Krebsdiagnose ausgezahlt wird.

Rehabilitation Krebs

Nachdem der Krebs erfolgreich entfernt oder zurückgedrängt wurde, steht oft eine Rehabilitation an, damit der Körper sich von den Strapazen der Behandlung erholen kann. Das gilt für größere Operationen ebenso wie für Chemotherapien mit ihren häufig gravierenden Nebenwirkungen. Zur Rehabilitation können neben medizinischen Maßnahmen aber auch berufliche oder soziale Maßnahmen gehören, um nach der Erkrankung den Weg zurück ins normale Leben zu ebnen.

Nachsorge und Kontrolle

In vielen Fällen weiß man erst nach Jahren wirklich, ob eine Krebserkrankung erfolgreich bekämpft wurde. Daher ist eine engmaschige Kontrolle der Behandlungsergebnisse von großer Bedeutung. Zur Nachsorge zählt aber auch die Wiedereingliederung in den Alltag, also die nahtlose Fortsetzung der Reha, die oft fließend in die Nachsorge übergeht. Wer diese koordiniert, ist unterschiedlich – das kann eine Ambulanz der Klinik sein, in der die Erkrankung therapiert wurde, ebenso ein Facharzt oder der Hausarzt.